Evangelische Kirchengemeinde Wiesbaden-Bierstadt

Aussen ev Kirche 1708

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31. Mai 10 Uhr, Ökumensicher Gottesdienst mit Pfarrer Frank Schindling und Pfarrer Andreas Freide-Majewski

Gemeindeleben nach den Lockerungen
ab 5. Mai 2020


 

Impuls zum Tag

Montag, den 25. Mai 2020

Losung
HERR, frühe wollest du meine Stimme hören, frühe will ich mich zu dir wenden und aufmerken. Psalm 5,4

Liebe Gemeinde, liebe Leserinnen und Leser der Homepage,

gerade in diesen Zeiten ist es wunderbar, wenn ich morgens, frühe, wenn ich gerade aufstehe, begrüßt werde, die Stimme meiner Frau höre. Und umgekehrt: Gleich am Morgen, frühe, aufmerke, dass ich nicht alleine bin, und sie im Tag begrüße: „Guten Morgen, hast du gut geschlafen?"
Für den Beter des 5. Psalms scheint es genauso selbstverständlich zu sein, seinen Gott gleich früh am Morgen zu begrüßen. Noch bevor der Tag richtig beginnt, wieder uns alles Möglich gefangen nimmt und über uns hereinbricht. Frühe eben. Aufmerken. Mich bewusst Gott zuwenden. Mich damit erinnern, dass er da ist und auch an diesem Tag mein Leben begleiten wird, mit allem, was vor mir liegt und kommt. Und umgekehrt. Gott merken lassen, dass ich mit ihm rechne, auf ihn hoffe, seine Begleitung erwarte.
„Adonai, frühe wollest DU meine Stimme hören." Die alte Sprache schillert. Will Adonai, will Gott, seine, des Beters, Stimme hören? Will der Beter, dass Gott seine Stimme hört? Wenn ich mal von meiner Frau und mir ausgehe und wie wir den Tag begehen, würde ich sagen: Beides ist richtig. Ich weiß, dass sie meine Stimme hören will. Und ich will, dass sie meine Stimme am Beginn des Tages hört. Warum sollte, was für unsere menschlichen Beziehungen gilt, nicht für die Gottesbeziehung gelten?
„Frühe meine Stimme hören!" Das kann sehr viel heißen. Das kann, muss aber nicht, ein ausführliches Morgengebet sein, eine Meditationseinheit. Das kann einfach nur ein kurzes Innehalten sein, ein Aufmerken, mich bei Gott Hörenlassen. So, wie ich meine Frau ja auch nicht mit langen Ansprachen im Tag begrüße, sondern mit einer kurzen Hinwendung, einem Aufmerken, mich Hörenlassen: „Schön, dass Du da bist und mit mir durch den Tag gehst." Dafür reicht die Zeit eigentlich fast immer – wenn nicht gerade das Baby schreit, ein früher Anruf reinkommt oder andere Dinge, die eben manchmal Priorität haben. Aber dann lässt sich das ja ein - wenig später frühe - nachholen.
„GOTT, ich danke Dir für diesen Tag, den ich aus Deiner Hand nehme.
Jede Stunde, jeder Moment, wird von DIR begleitet sein.
Das ist gut zu wissen, was immer dieser Tag bringen wird.
Amen."

Seien Sie Gott befohlen – bleiben sie behütet,
ob sie gesund bleiben oder erkranken!
Ihr Pfarrer Andreas Friede-Majewski