Evangelische Kirchengemeinde Wiesbaden-Bierstadt

Aussen ev Kirche 1708

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Sommerimpuls zum Altarbild des Heiligen Christophorus in unserer Bierstadter Kirche

Liebe Gemeinde,

am 24. Juli ist in unserer evangelischen Kirche der Gedenktag des Heiligen Christophorus, Schutzpatron der Reisenden. Eines unserer Altarbilder in der Bierstadter Kirche zeigt, wie Christophorus Jesus, den Sohn Gottes, über einen Fluss trägt. Gedenktag des Heiligen und unser Altarbild sind mir Anlass zu einer Sommerandacht geworden. Hier eine kurze Nacherzählung der Legende des Mannes Christophorus, der vor seiner Begegnung mit Christus Reprobus hieß.

Eines Nachts hörte Reprobus eine Kinderstimme rufen, konnte aber in der Dunkelheit nichts erblicken. Als er den Ruf zum dritten Mal hörte, ging er hinaus und sah ein Kind, das hinübergetragen werden wollte. „Trag mich über den Fluss!", bat das Kind. „Nichts leichter als das!", sagte Reprobus. Er hatte bereits vielen Menschen über den Fluss geholfen, in dem zuvor so mancher in den reißenden Fluten umgekommen war. Ein Kind über den Fluss tragen, das schien ihm eine einfache Aufgabe zu sein. Denn Reprobus war groß und stark. Manche hielten ihn für einen Riesen. Also nahm er das Kind auf seine Schultern und stieg in den Fluss hinein.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Reprobus eine bewegte Lebensgeschichte hinter sich. Er war auf der Suche. Er hatte es sich zur Aufgabe gemacht, dem stärksten und mächtigsten König der Welt zu dienen. Und so kam er bei seiner Suche eines Tages an den Hof eines Königs und trat in dessen Dienst. Am Hof dieses mächtigen Königs bemerkte er eines Tages, dass dieser Angst vor dem Teufel hatte. Also zog Reprobus weiter und machte sich auf die Suche nach dem Teufel. Als er ihn traf, stellte er sich kurzerhand in dessen Dienste. Als er nun mit dem Teufel unterwegs war, musste er feststellen, dass der Teufel jedes Mal hastig flüchtete, wenn sie an einem Kreuz vorbeikamen. Offenbar war der Mann am Kreuz noch mächtiger. Also machte sich Reprobus auf den Weg, um Christus zu suchen.

Doch wie und vor allem wo sollte er ihn finden? Eines Tages kehrte Reprobus auf seiner Suche bei einem Eremiten ein. Der erzählte Reprobus von Christus und verkündete ihm das Evangelium. Aber wie sollte er Christus dienen, fragte sich Reprobus? Fasten und Beten wie der Eremit es tat, war seine Sache nicht. Aber weil er groß und stark war, zeigte der Eremit ihm einen Fluss, an dem er Reisenden beim Überqueren helfen sollte. „Anderen Menschen helfen, das ist Jesus sicher willkommen. Wer weiß, vielleicht wird er sich dir offenbaren.", gab ihm der Eremit (Einsiedler) mit auf den Weg.

So kam Reprobus zu seiner Aufgabe. Bis zu jenem Tag, als er das Kind durch die Fluten trug. Anfangs schien es ihm leicht wie eine Feder, doch von Schritt zu Schritt wurde es ihm schwerer. Bis er am Ende unter der Last zusammenzubrechen und selbst in den Fluten unterzugehen drohte. Er hatte das Gefühl, die Last der ganzen Welt auf seinen Schultern zu tragen. Mit letzter Kraft erreichte er das andere Ufer. Mit fragenden Blicken schaute er auf das Kind. „Nein, die Welt hast du nicht getragen", sagte das Kind, „du hast den getragen, der die Welt erschaffen hat." Dann drückte das Kind ihn unter das Wasser und taufte ihn auf den Namen Christophorus, das heißt übersetzt Christusträger. Am Ufer erkannte Christophorus im Kind Jesus Christus. Er hatte seinen Herrn gefunden.

Später wurde Christophorus zum Prediger und Evangelisten seines Herrn, bis er am 24. Juli um das Jahr 250 herum den Tod als Märtyrer erleiden sollte. So jedenfalls erzählen es die alten Legenden. Heute wird St. Christophorus als Heiliger verehrt. Die Evangelischen haben den 24. Juli, den Todestag des Heiligen, zum Gedenktag erklärt, bei den Katholischen wird der Namenstag am 25. Juli gefeiert.
Christophorus gilt als Schutzpatron der Reisenden. Viele Reisende machen sich in diesen Tagen nicht auf den Weg in den Urlaub, ohne zuvor den Segen des heiligen Christophorus empfangen zu haben.
Papst Pius XI. ernannte Christophorus zum Schutzpatron für Autofahrer und Verkehrsmittel. Die Kundenzeitschrift der Sportwagenschmiede Porsche ist nach Christophorus benannt, ebenso die Rettungshubschrauber des ADAC und der bayerische Lebensretter-Preis.

Die Verehrung von Heiligen gilt spätestens seit den Tagen Martin Luthers als überholt, ist doch jede getaufte Christin eine Heilige, jeder getaufte Christ ein Heiliger. Luther sah jedoch in der Legende von Christophorus eine Allegorie des Christenmenschen. So kann die Geschichte von Christophorus zum Bild werden für die eigene spirituelle Suche: Das Göttliche kommt mir bei meiner Suche entgegen. Ich werde von Gott gefunden an dem Ort, wo ich meine
Arbeit tue und lebe. Hier kommt mir Jesus, der göttliche Sohn entgegen. Ich werde gefunden und bin schon bei Jesus bekannt, ehe ich ihn kenne.

Und dann kann die Geschichte von Christopherus zum Bild werden für den eigenen Lebensweg. Verbunden mit der Frage: Wie kann ich Christus, dem Herren aller Herren, dienen? Was kann ich tun, welche Gaben habe ich, um mich in seinen Dienst zu stellen? Fasten und Beten ist für die einen der richtige Weg, Anpacken und Tragenhelfen für andere.

Jede und jeder ist mit seinen einmaligen Anlagen und Talenten bei Jesus Christus willkommen. Zur Gabe und zum Geschenk für die Welt werden meine Anlagen und Talente, wenn ich sie in den Dienst der Gemeinschaft derer stelle, die sich in Jesu Namen versammeln.

Eine gesegnete Sommerzeit wünscht Ihnen
Ihr Pfarrer Philip Messner

 

 

Spendenhinweis für Geflüchtete aus der Ukraine

Von Sachspenden wird derzeit abgeraten.
Wer helfen möchte, kann mit einer Geldspende unterstützen an:

Kollekte für die Diakonie Katastrophenhilfe
Evangelische Bank IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02
BIC: GENODEF1EK1
Stichwort: Ukraine Krise



Taifun-Katastrophe auf den Philippinen
Am 16. Dezember 2021 hat ein verheerender Taifun die Philippinen heimgesucht. Besonders betroffen ist die Provinz Bohol, in der die beiden Inseln Hingotanan und Maomawan mit den von uns unterstützten Kindergärten liegen. In der Provinz Bohol sind bisher 111 Menschenleben zu beklagen. Die allermeisten Holzhäuser sind zerstört. Dort, wo es Stromversorgung gibt, ist sie zu 95 % unterbrochen. Von den 111 evangelischen Kirchen sind 73 beschädigt und 7 völlig zerstört.
Die folgenden Bilder von Hingotanan zeigen das Ausmaß der Verwüstungen. Beim Einsturz der leicht gebauten Hütten sind die Lebensmittelvorräte vernichtet worden; auch die Fischerboote wurden zerstört. Die Menschen sind ohne Obdach und ohne Nahrung.

Hingotanan Taifun 01

 Hingotanan Taifun 02

 

 

 

 

 

Zur Linderung der Not der Menschen hatten wir Sie um Spenden gebeten. So konnten wir schon kurz vor Weihnachten 1150 € an das BCI überweisen. Das BCI, der Träger der Kindergärten, ist die regional zuständige Untereinheit der Evangelischen Kirche der Philippinen. Dank Ihrer Spenden konnten wir am 13. Januar eine zweite Überweisung über 3800 € tätigen.

Wir möchten Ihnen für Ihre Spenden ganz herzlich danken.

Das BCI hat mit dem Geld Lebensmittel, vor allem Reis, gekauft, in Beutel verpackt, auf die beiden Inseln transportiert und dort zu Weihnachten an die Menschen verteilt. Die Bilder zeigen überglückliche Menschen voller Dankbarkeit, daß sie ausgerechnet zu Weihnachten eine Tat christlicher Nächstenliebe erfahren durften.

Hingotanan Taifun 03

 Hingotanan Taifun 04

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Weiterhin wurden Werkzeug und Nägel für die Wiedererrichtung der Hütten besorgt. Für den notdürftigen Schutz gegen Regen wurde Plastikfolie verteilt, jeweils von 5 m Länge für eine Familie.

Hingotanan Taifun 05

Hingotanan Taifun 06

 

Weil die Not der Menschen nach wie vor riesengroß ist, möchten wir Sie weiterhin um Ihre Spenden unter dem Stichwort „Taifunhilfe" auf das Konto der Evangelischen Kirchengemeinde Bierstadt bitten.

Petra Seib Philip Messner                  Kathrin Douglass
KV-Vorsitzende                         Pfarrer                    Pfarrerin


Hingotanan-Ausschuß:
Reinhard Limmert, Erna Peltzer, Marco Born